Philanthrokapitalismus – Geld für die Welt

Mark Zuckerberg besucht die Carnegie Mellon University
Mark Zuckerberg besucht die Carnegie Mellon University. Die (CMU) ist eine private Forschungsuniversität in Pittsburgh, Pennsylvania.

Warum unterstützen die großen Wohltäter aus dem Silicon Valley so gerne Bildungsprogramme? Wer sich die Projekte im Einzelnen ansieht, die etwa Mark Zuckerberg oder Bill Gates finanzieren, erkennt darin ganz klare Ziele.

Von Evgeny Morozov (english below)

Die Welt, in der Milliardäre ganz unverblümt daran arbeiteten, sie zu plündern, statt zu behaupteten, sie zu verbessern, war weit weniger verwirrend. Die Räuberbarone des Industriezeitalters wie Henry Ford, Andrew Carnegie oder John D. Rockefeller spendeten immer ein wenig von ihrem Reichtum für wohltätige Zwecke. Aber zwischen Wohltätigkeit und Profit gab es bei ihnen immer einen klaren Unterschied. Öl und Stahl brachten das Geld, Bildung und Künste halfen ihnen, das dann auszugeben.
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How Technology Hijacks People’s Minds — from a Magician and Google’s Design Ethicist

by Tristan Harris

I’m an expert on how technology hijacks our psychological vulnerabilities. That’s why I spent the last three years as Google’s Design Ethicist caring about how to design things in a way that defends a billion people’s minds from getting hijacked.

When using technology, we often focus optimistically on all the things it does for us. But I want you to show you where it might do the opposite.

Where does technology exploit our minds’ weaknesses?

I learned to think this way when I was a magician. Magicians start by looking for blind spots, edges, vulnerabilities and limits of people’s perception, so they can influence what people do without them even realizing it. Once you know how to push people’s buttons, you can play them like a piano. Continue reading „How Technology Hijacks People’s Minds — from a Magician and Google’s Design Ethicist“

Überwachungskapitalismus: Wie wir Googles Sklaven wurden

Staatliche Kontrolle ist harmlos im Vergleich zu dem, was Google macht: Der Konzern schafft einen beispiellosen Überwachungskapitalismus. Ist dagegen denn gar kein Kraut gewachsen?

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von Shoshana Zuboff

Staatliche Kontrolle ist harmlos im Vergleich zu dem, was Google macht: Der Konzern schafft einen beispiellosen Überwachungskapitalismus. Ist dagegen denn gar kein Kraut gewachsen?

Unlängst überflügelte Google Apple erstmals seit 2010 als höchstbewertetes Unternehmen der Welt. Damals hatten beide Unternehmen einen Wert von jeweils 200 Milliarden Dollar; heute werden sie mit mehr als 500 Milliarden Dollar bewertet. Zwar behielt Google diese Führungsposition nur ein paar Tage lang, doch der Erfolg des Unternehmens hat Konsequenzen für alle Menschen. Warum? Weil Google der Ground Zero einer gänzlich neuen Unterart des Kapitalismus ist, bei dem die Gewinne aus der einseitigen Überwachung und Veränderung menschlichen Verhaltens stammen. Was sind die Geheimnisse dieses neuen Überwachungskapitalismus, und wie produzieren solche Unternehmen derart atemberaubende Reichtümer?
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