Philanthrokapitalismus – Geld für die Welt

Mark Zuckerberg besucht die Carnegie Mellon University
Mark Zuckerberg besucht die Carnegie Mellon University. Die (CMU) ist eine private Forschungsuniversität in Pittsburgh, Pennsylvania.

Warum unterstützen die großen Wohltäter aus dem Silicon Valley so gerne Bildungsprogramme? Wer sich die Projekte im Einzelnen ansieht, die etwa Mark Zuckerberg oder Bill Gates finanzieren, erkennt darin ganz klare Ziele.

Von Evgeny Morozov (english below)

Die Welt, in der Milliardäre ganz unverblümt daran arbeiteten, sie zu plündern, statt zu behaupteten, sie zu verbessern, war weit weniger verwirrend. Die Räuberbarone des Industriezeitalters wie Henry Ford, Andrew Carnegie oder John D. Rockefeller spendeten immer ein wenig von ihrem Reichtum für wohltätige Zwecke. Aber zwischen Wohltätigkeit und Profit gab es bei ihnen immer einen klaren Unterschied. Öl und Stahl brachten das Geld, Bildung und Künste halfen ihnen, das dann auszugeben.
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Cyber-Konflikte 2015

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Die digitale Attacke auf den Bundestag ist nur das jüngste Beispiel eines groß angelegten Cyber-Kriegs. Dabei geht es den Drahtziehern vor allem um die Möglichkeit, Systeme lahmzulegen. Kleinkriminalität, Wirtschaftsspionage und militärische Operationen im Netz sind oft kaum zu unterscheiden. Ein Marktplatz aus lauter Grauzonen, der immer professioneller wird.

Von Tom Schimmeck

„Can everyone in the back hear me? Just give me a thumbs up we’re good. Thank you very, very much.“

Wenn die Nato zum großen Stelldichein der Cyber-Experten ruft, dann kommt selbst der NSA-Chef schnell über den Atlantik nach Europa.
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Edward Snowden: a right to privacy is the same as freedom of speech

Snowden Bust Mystery

In an exclusive interview from Moscow, NSA whistleblower Edward Snowden says people saying they don’t care about rights to privacy because they ‚have nothing to hide‘ are no different than people saying „I don’t care about freedom of speech because I have nothing to say“. He also questions the reach governments should be able to exercise into people’s lives.

Part 1/3

Part 2/3

Part 3/3

source: http://www.theguardian.com/us-news/edward-snowden

Empfehlungen des Europaparlaments – Echolon-Berichtes 2001

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Sed quis custodiet ipsos custodes. – Wer überacht die Wächter?

Der Bericht des nichtständigen Ausschusses führte zu Erkenntnissen im Bezug auf das Abhör- und Spionageprogramm ECHOLON. Das EU-Parlament stellt im Anschluss an seine Ermittlungen, in einen umfangreichen Bericht vor. Dabei richtete das EU-Parlament seine Forderungen an die EU-Kommission, sich mit der Überwachung- und Spionagetechnik auseinander zusetzen und einen Gesetzesentwurf Vorzulegen um der Ausspähung entgegenzutreten. (Nur die EU-Kommission kann Gesetzesvorlagen einbringen) Hier nun ein Auszug des Berichtes vom 11.Juli 2001 also vor knapp 13 Jahren, der sich speziell mit der Förderung von Open-Source-Software (OSS) im EU Raum annimmt.

In der Sitzung vom 5. Juli 2000 beschloss das Europäische Parlament gemäß Artikel 150 Absatz 2 seiner Geschäftsordnung die Einsetzung eines nichtständigen Ausschusses über das Abhörsystem ECHELON … .

29. ersucht die Kommission und die Mitgliedstaaten, geeignete Maßnahmen für die Förderung, Entwicklung und Herstellung von europäischer Verschlüsselungstechnologie und -software auszuarbeiten und vor allem Projekte zu unterstützen, die darauf abzielen, benutzerfreundliche Kryptosoftware, deren Quelltext offengelegt ist, zu entwickeln;

30. fordert die Kommission und die Mitgliedstaaten auf, Softwareprojekte zu fördern, deren Quelltext offengelegt wird, da nur so garantiert werden kann, dass keine „backdoors“ eingebaut sind (sog. „open-source Software“);

31. fordert die Kommission und die Mitgliedstaaten auf, Softwareprojekte zu fördern, deren Quelltext offengelegt wird, da nur so garantiert werden kann, dass keine „backdoors“ eingebaut sind (sog. „open-source Software“); fordert die Kommission auf, eine Qualifikation festzulegen für die Sicherheit von Software, die für den Austausch von Nachrichten auf elektronischem Wege bestimmt ist, nach der Software, deren Quellcode nicht offengelegt ist, in die Kategorie „am wenigsten vertrauenswürdig“ eingestuft wird;

32. appelliert an die europäischen Institutionen sowie an die öffentlichen Verwaltungen der Mitgliedstaaten, Verschlüsselung von E-mails systematisch einzusetzen, um so langfristig Verschlüsselung zum Normalfall werden zu lassen;