Wie die Digitalisierung dem Klima schadet

Von Olaf KosinskyEigenes Werk, CC BY-SA 3.0 de, Link

Filme streamen, YouTube gucken: das braucht im Hintergrund eine enorme Infrastruktur – und sehr viel Energie. Etwa zehn Prozent des weltweit produzierten Stroms werden alleine für den Betrieb des Internets gebraucht. Für Deutschland sind das 33 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Tendenz steigend.

Von Manuel Waltz

quelle: https://www.deutschlandfunk.de/streaming-youtube-apps-wie-die-digitalisierung-dem-klima.724.de.html?dram:article_id=453448
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Surveillance Capitalism – Überwachungskapitalismus – Essay

Bild: Wie Unternehmen einzelne Nutzer identifizieren. von Cracked unter CC-BY-SA 4.0

Von: Shoshana Zuboff

Was ist Überwachungskapitalismus?
Ursprünge
Entwicklung
Wie kommen „die“ damit durch?
Überwachungskapitalismus ist Menschenwerk

Ich wende mich hier und heute nicht nur als Denkerin, Wissenschaftlerin und Autorin an Sie, sondern auch als Staatsbürgerin und – nicht zuletzt – auch als Mutter. Über die vergangenen beiden Jahrzehnte habe ich die Entstehung und Ausbreitung einer beispiellosen Mutation des Kapitalismus beobachtet, die ich als „Überwachungskapitalismus“ bezeichne. Und ich mache kein Hehl aus meiner Besorgnis hinsichtlich seiner Auswirkungen für unsere Ökonomien, für die Aussichten von Marktdemokratie und Privatsphäre, ja hinsichtlich seiner Bedeutung für die Zukunft des Kapitalismus selbst.
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Macht und Digitalisierung – Technik ist Opium für das Volk – Digital

Die Innovationen des Silicon Valley stützen die Mächtigen, von Bolsonaro bis zu Trumps Republikanern. Wir brauchen endlich menschliche Technik – für Rebellen.

Pokestop bern 5.jpgBild: „Spieler an einem Pokéstop in Bern“
Von Fred SchaerliEigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

Von: Evgeny Morozov

Da Facebook sich einer Form von Datensucht nun fast schuldig bekennt, seine Online-Sünden eingesteht und sich als datenschutzbewusster Bewohner eines globalen Dorfes neu zu erfinden versucht, scheinen die Grundlagen einer kulturellen Hegemonie von Big Tech plötzlich unsicher. Ferner erscheinen sie nicht in Europa oder Lateinamerika, sondern in den Vereinigten Staaten, der Heimat des Silicon Valley, am schwächsten.

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Klimaneutralität

Klimakompensation als Mittel der Öffentlichkeit zur Erreichung von Klimaneutralität jenseits politischer Verwerfungen

Heizkraftwerk Winzerla
Von Michael Bechmann (Hamster3) – Selbst fotografiert, CC BY-SA 2.5, Link

Klimaneutralität

„Forschergeist“ Podcast: FG066 – Klimaneutralität mit Franz Josef Radermacher und Tim Pritlove

Eigentlich möchte doch jeder etwas für die Umwelt tun. Doch nicht nur, wenn die Lösung der Probleme von den sozial Schwachen bezahlt werden soll, stößt jede noch so gut gemeinte Initiative auf erbitterten Widerstand. Darüber hinaus führen viele Ansätze, mit denen die Weltgemeinschaft die Erderwärmung aufhalten will, am Ziel vorbei. Auch das Klima-Abkommen von Paris ist im Grunde schon heute zum Scheitern verurteilt. Wie also kann ein realistischer Ausweg aussehen, um dem Aufheizen der Erdatmosphäre Einhalt zu gebieten? Continue reading „Klimaneutralität“

Jugendliche in Ostdeutschland: Wir waren wie Brüder

Unser Autor ist vor Neonazis weggelaufen und er war mit Rechten befreundet. In den Neunzigern in Ostdeutschland ging das zusammen. Und heute?
von: Daniel Schulz

Jugendliche in Ostdeutschland Wir waren wie Brüder Unser Autor ist vor Neonazis weggelaufen und er war mit Rechten befreundet. In den Neunzigern in Ostdeutschland ging das zusammen. Continue reading „Jugendliche in Ostdeutschland: Wir waren wie Brüder“

DDR neu erzählen

Eingang Industrieruine
Bild: VEB-Kombinat von Tama66 unter CC 0

Erinnerungspolitik

Die meisten ehemaligen DDR-Bürger finden sich in der offiziellen Erinnerungspolitik nicht wieder. Sie reduziert das Leben in der DDR auf Täter und Opfer der Stasi. Der Historiker Karsten Krampitz plädiert für einen neuen Blick auf die DDR, ohne sie zu dämonisieren, aber auch ohne sie zu verklären.

Von Karsten Krampitz


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Die nächste Ungleichheit

quelle: pixabay under CC 0

Hitzewelle Die Teilung in Arm und Reich lässt sich auch beim Klima nicht ignorieren: Während sich Wohlhabende Kühlung verschaffen, schwitzen sich andere tot

von Amy Fleming

Als in diesem Sommer die Hitzewelle durch die kanadische Provinz Quebec zog und in wenig mehr als einer Woche 90 Todesopfer forderte, hat derunbarmherzige Sonnenschein die Ungleichheit zwischen Arm und Reich deutlich gemacht. In Montreal, der größten Stadt der Provinz, suchten die wohlhabenden Einwohner in herrlich von Klimaanlagen gekühlten Büros und Häusern Schutz. Die Obdachlosen der Stadt – die normalerweise in öffentlichen Räumen wie Shopping Malls und Restaurants nicht willkommen sind – hatten es dagegen schwer, sich der bleiernen Hitze zu entziehen.
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Lesen ist eine unverzichtbare Kulturtechnik

Bild: teenager unter CC0 Creative Commons

Jugendliche, die kaum noch lesen können, Verlage, deren Umsätze einbrechen – Deutschland schafft gerade das Lesen ab, beklagt Susanne Gaschke. Die Journalistin fordert eine Bildungspolitik im Geist der Aufklärung. Die brauche keinen Digitalpakt, sondern eine Leseoffensive.

Von Susanne Gaschke

Für eine Bildungspolitik im Geist der Aufklärung

Deutschland gewöhnt sich gerade das Lesen ab. Und zwar auf allen Ebenen: Grundschüler ringen mit dem Aufbau eines Wortschatzes und sind selbst am Ende der vierten Klasse oft noch weit vom flüssigen, sinnentnehmenden Lesen entfernt. Auch das Schreiben bereitet ihnen Mühe. Fragwürdige Unterrichtsmethoden wie das so genannte „Lesen durch Schreiben“ machen es ganz besonders den schwächeren Schülern schwer, sich schriftlich fehlerfrei auszudrücken.
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Medienbildung im 21. Jahrhundert


Die verkehrspolizeiliche Metaphorik der genannten Bildungsoffensiven suggeriert die Ausrichtung auf einen effizienten, reibungslosen Verkehr auf der Datenautobahn.

Von: Petra Missomelius und Roberto Simanowski (07.04.2014)

Polizisten kommen jetzt öfter in die Schulen. Früher für den Verkehrsunterricht, heute auch, um Schüler über die Gefahren des Datenhighways aufzuklären: über Cyber-Mobbing, Datenschutz und sexuelle Belästigung.1 Dagegen ist nichts einzuwenden. Auch nicht gegen die Pädagogik der Abschreckung, die gern an einem ausgewählten Schüler zeigt, wie viel man über ihn erfährt allein aus dem, was er selbst dem Netz anvertraut hat. Das Staunen ist dann so groß wie die Einsicht. Erfahrungen am eigenen Leib oder dem der Mitschüler sind so eindrucksvoll wie die clever gemachten bewahrpädagogischen Aufklärungsvideos der actioninnocence.org oder der EU-Initiative klicksafe.de zu den Gefahren des Internet. Und sie sind alle unverzichtbar, denn viele wissen nicht einmal dies.

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